Die Fotografin-Saga geht weiter!

Die Fotografin-Saga geht weiter!

Endlich ist der vierte Band da! Fans, die die Fotografin Mimi, die mittlerweile mit ihrem Geschäftspartner Anton eine Druckerei leitet, begleiten, haben monatelang auf die Fortsetzung der beeindruckenden Saga gewartet. Sie werden nicht enttäuscht. Wenn überhaupt möglich, so steigert sich Autorin Petra Durst-Benning noch und hat mit „Die Stunde der Sehnsucht“ einen bewegenden Roman über starke Frauen, über Freundschaft und die Zeit während des Ersten Weltkriegs geschrieben.

Doch zur Handlung: Mimis und Antons Druckerei floriert, auch der Schäferei in Münsingen von Mimis Freundin Bernadette geht es gut. Doch plötzlich scheinen alle Männer verrückt geworden zu sein, wollen für ihr Vaterland in den Krieg gegen Frankreich ziehen. Mimi, Bernadette und Corinne müssen in der Heimat neben ihren Aufgaben auch die der Männer ausfüllen – und sich bei immer knapper werdenden Lebensmitteln so manchen Trick einfallen lassen. Während Anton an der Front ist und darum kämpft, seine Menschlichkeit nicht zu verlieren, lebt Alexander als Künstler Paon weiter in Saus und Braus. Glücklich sind beide nicht.

Mit viel Feingefühl versetzt sich Petra Durst-Benning in ihre Figuren hinein, nimmt ihre Leser mit in die harten und unbarmherzigen Zeiten des Krieges. Die Zerrissenheit, die Widersprüche, die Kämpfe, die jeder jeden Tag führen muss, schildert sie packend und ergreifend, beschäftigt sich damit, was der Krieg für „ihr“ Münsingen auf der Schwäbischen Alb bedeutet haben mag. Trotz oder gerade wegen dieses Themas, ist der vierte Band der vielleicht beste der Reihe. Und wie immer geht es um starke Frauen, die ihren Mann stehen müssen. Weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt. Harter Tobak, feinfühlig erzählt. Chapeau!

Petra Durst-Benning: „Die Fotografin. Die Stunde der Sehnsucht“, Blanvalet, 480 S., 20 Euro

 

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