
Auf der Suche nach dem richtigen Platz
„Warum man manchmal ans Ende der Welt reisen muss, um seinen Platz darin zu finden.“ – Dieser Satz ziert als Überschrift und roter Faden den neuen Roman „Pinguine bringen Glück“ von Lorraine Fouchet („Die Farben des Lebens“).
Für den Teenager Dom bricht über Nacht seine Welt zusammen, als sein Vater plötzlich stirbt. Seine Mutter hat die beiden schon vor vielen Jahren verlassen, sodass er nun allein ist. Allein und doch nicht ganz, denn in dem Mehrfamilienhaus wohnen noch seine beiden Tanten und sein Onkel, die sich um ihn kümmern. Doch Dom treibt eine Frage um: Wer war die Frau, in deren Armen sein Vater starb? Wieso bekommt er einen Kondolenzbrief, in der etwas von einer Tochter seiner Eltern steht? Kurzerhand beschließt Dom, nach Patagonien, an die Spitze Südamerikas zu reisen, um mehr über seine Eltern herauszufinden. Und um seine Schwester zu treffen. Die Reise und seine Entdeckungen stellen nicht nur sein Leben auf den Kopf.
Lorraine Fouchet ist erneut ein wunderbar tiefsinniges, herzerwärmendes Buch gelungen, das sie mit viel Gefühl aufschreibt. Humorvoll und melancholisch, Traurig und optimistisch – die Autorin schafft es, diese Stimmungen zu verbinden und beschert ein wunderschönes Lesevergnügen.
Lorraine Fouchet: „Pinguine bringen Glück“, Atlantik, 256 S., 16 Euro