Dünne Grundlage für den Netflix-Hit

Dünne Grundlage für den Netflix-Hit

Die polnische Laura fährt mit ein paar Freunden nach Sizilien, um abzuschalten und die Sonne zu genießen. Doch an ihrem Geburtstag wird sie entführt. Von Don Massimo, einem Mafia-Clan-Chef, der von Laura geradezu besessen ist, sie besitzen will. Sie soll 365 Tage bei ihm bleiben. Wenn sie danach gehen will, ist sie frei. Für Laura beginnt eine Zeit im goldenen Käfig. Und sie fühlt sich zu dem attraktiven, aber skrupellosen Don Massimo hingezogen.

„365 Tage“ von Autorin Blanka Lipinska war die Romanvorlage für den gleichnamigen Netflix-Hit. Allerdings wirkt der Plot arg aufgesetzt, die dünne Handlung hangelt sich nur von einer Sexszene zur nächsten. Die Kritik, dass die Story Entführung und sexuelle Gewalt sowie die Mafia glorifiziere, ist nicht von der Hand zu weisen. Anders als im Klappentext ist Laura alles andere als „selbstbewusst“. Vielmehr genießt sie den Luxus, bleibt oberflächlich und ein Püppchen Don Massimos. Das Buch ist nicht mal Geschmackssache, sondern leider Zweitverschwendung.

Blanka Lipinska: „365 Tage“, Blanvalet, 400 S., 12,90 Euro

 

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