
Die „brasilianische Methode“
Eigentlich wollten Inspektor Fonseca und sein Team ihren Sommerurlaub genießen, doch als ein Brasilianer mitten in Porto erschossen wird, ist es mit der Erholung vorbei. Als dann noch ein Video auftaucht, in dem eine Zunge und zwei Ohren an eine Tür genagelt sind, befürchten die Ermittler weitere Opfer. Sie dringen immer weiter in den brasilianischen Untergrund Portos vor, stoßen auf Talita, die Tochter eines Anwalts aus São Paulo.
Warum wird sie rund um die Uhr bewacht? Was hat es mit der merkwürdigen Immobilienfirma der Brasilianer auf sich? Und wie hängt das Ganze mit der berüchtigten Primeiro Comando da Capital (PCC) zusammen?
Temporeich führt Mario Lima in seinem Krimi „Tod in Porto“ das Ermittlerteam um Inspektor Fonseca durch den Untergrund der portugiesischen Hafenstadt. Mit Pinto, Ana, Dinis und Fonseca hat der Autor toll ausgearbeitete Charaktere erschaffen, die sich prima ergänzen und die dem Leser mit ihrer teils unkonventionellen Art ans Herz wachsen. Dazu noch die spannende Geschichte, verworren und am Ende gut aufgelöst und die Kulisse Portos machen diesen Roman zu einem echten Pageturner. Und Lust auf den nächsten Fall!
Mario Lima: „Tod in Porto“, Heyne, 384 S., 14,99 Euro