Sehnsucht nach der Bretagne

Sehnsucht nach der Bretagne

Tereza erlebt, was wohl nur in Romanen möglich ist: Sie erbt von einer unbekannten Großpatentante ein Haus in der Bretagne – im kleinen Ort Camaret-sur-Mer. Eigentlich will sie das Haus schnell verkaufen und direkt danach wieder abreisen, doch Probleme mit der Wasser- und Stromversorgung machen ihr einen Strich durch die Rechnung.

Als sie erfährt, dass es vor Kurzem zwei merkwürdige Todesfälle im Atlantik gegeben hat, und sie selbst eine dritte Leiche findet, gerät sie unter Mordverdacht. Tereza beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren und stößt dabei auf verfeindete Gruppen, auf Interessenkonflikte und auf alte Sagen.

Gabriela Kasperski ist eine Schweizer Autorin, die seit Jahren ihre Sommer auf der Crozon-Halbinsel in der Bretagne verbringt. Ihre Liebe zu der sagenhaft schönen Natur, zu den kulinarischen Spezialitäten und den verschrobenen Menschen dort merkt man jeder Seite ihres Krimis „Bretonisch mit Meerblick“ an. Dass dabei die Krimihandlung ein wenig auf der Strecke bleibt und nicht ganz ausgegoren wirkt, kann man als Leser verschmerzen. Wer jedoch die Genialität eines Bannalec erwartet, wird enttäuscht.

Eine nette und leichte Lektüre, die man gut an einem Sommerabend (durch-)lesen kann, um für ein paar Stunden mental ins Finistère zu reisen.

Gabriela Kasperski: „Bretonisch mit Meerblick“, Emons, 256 S., 12 Euro

 

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